FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten 2017, Hamburg

Für 2017 schreibt der Fonds FREIRÄUME! Mittel in Höhe von insgesamt 400.000 Euro für kulturelle Projekte mit Geflüchteten in Hamburg aus. Er richtet sich an funktionierende Orte der Stadtteilkultur, die herausragend gute Arbeit in der lokalen Kulturarbeit mit Geflüchteten leisten, und gleichermaßen an künstlerische und kulturpädagogische Projekte, Programme, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen, die hamburgweit kulturelle Angebote mit Geflüchteten durchführen. Mehr dazu bei STADTKULTUR HAMBURG

FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten (bis 31.3. und 31.5.2017)

Broschüre „Fördertöpfe für Vereine“ vom Netzwerk Selbsthilfe neu erschienen

Die Broschüre „Fördertöpfe für Vereine“ vom Netzwerk Selbsthilfe ist neu erschienen. Die 13. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage der Broschüre kann ab sofort per Online-Formular bestellt werden. http://bestellen.netzwerk-selbsthilfe.de

Die Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen sind ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen und Initiativen, die nach alternativen Finanzierungswegen zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Die Broschüre porträtiert mehr als 410 regionale, bundesweite und internationale Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Umwelt­, Soziales, Migration, Antifaschismus, Inklusion, Wohnen, Kultur, Frauen, Queer Leben und Entwicklungspolitik. Die sorgfältig recherchierten Hinweise auf unterschiedliche Fördermöglichkeiten, das umfassende Schlagwortregister sowie praktische Tipps und Tricks zur Antragstellung, machen die Broschüre zu einem kompetenten Wegweiser durch den Förderdschungel.

Neu in der Broschüre: Stiftungen mit Sitz im Ausland

Herausgegeben von Netzwerk Selbsthilfe e.V., 13. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2017, 248 Seiten, 22 Euro plus Porto + Verpackung. (Der Rechnungsbetrag enthält keine USt. nach §19 UStG.)

Zu bestellen per Rechnung unter: http://bestellen.netzwerk-selbsthilfe.de/node/37

Ergänzend dazu gibt es die Broschüre „Schwein gehabt – Förderpreise für zivilgesellschaftliche Aktivitäten“ in der 1. Auflage.

Kulturstiftung des Bundes: 360° Fonds für die neue verdichtete Gesellschaft

Migration hat die Gesellschaft in Deutschland in der Vergangenheit verändert und wird sie auch in Zukunft verändern. Deutschland ist ein Einwanderungsland und besonders Städte sind geprägt durch gesellschaftliche Vielfalt. Viele Institutionen haben begonnen, die neue Stadtgesellschaft mitzugestalten, jedoch spiegelt sich die kulturelle Diversität der Städte in den Programmangeboten, im Personal und im Publikum von Kultureinrichtungen noch nicht wider. Weder in Entscheidungspositionen noch im Publikum entspricht der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte ihrem Anteil an der Bevölkerung.

Mit 360°- Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft unterstützt die Kulturstiftung des Bundes Institutionen aus den Sparten Kunst, Musik, Darstellende Künste und Literatur, die gesamte Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die städtischen Diskussionen getragen werden. Der Fonds soll eine große Bandbreite von Ansatzpunkten, Strategien und Methoden fördern, die in exemplarischer Weise aufzeigen, wie Institutionen – thematisch und personell – ihr Potenzial zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft wirksam entfalten können.

Quelle: http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projekte/nachhaltigkeit_und_zukunft/agenten_stadtgesellschaft.html

360° Infotour

Als Informations- und Beratungsangebot für interessierte Antragsteller/innen geht der Fonds 360° zwischen Februar und März 2017 auf Tour:

München, Mo, 13. Februar 2017
Münchner Stadtmuseum
Programm der Infotour in München

Köln, Do, 16. Februar 2017
Stadtbibliothek Köln
Programm der Infotour in Köln

Dresden, Do, 2. März 2017
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus
Programm der Infotour in Dresden

Hamburg, Do, 9. März 2017
Bücherhallen Hamburg
Programm der Infotour in Hamburg

Berlin, Mo, 27. März 2017
Komische Oper Berlin
Programm der Infotour in Berlin

An den einzelnen Stationen sind Interessierte eingeladen, sich über Antragsmöglichkeiten zu informieren und in Vorträgen und im Gespräch mehr zu den Themen Diversität in Kulturinstitutionen und Change-Management zu erfahren. Sie können sich allgemein zu den Förderbedingungen des Fonds oder auch schon ganz konkret zu ihrem Antragsvorhaben beraten lassen – die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturstiftung des Bundes sind vor Ort.

Anmeldung zur Infotour

HIM-Preis 2016 fördert Projekte zur Integration Geflüchteter

Die Hamburger Initiative für Menschenrechte e.V. (HIM) will 2017 zum zweiten Mal den HIM-Preis in Höhe von 10.000 Euro verleihen. Der Preis will herausragende Projekte, Initiativen und Organisationen würdigen, die sich in Hamburg im Bereich Bildung, Ausbildung und berufliche Integration Geflüchteter verdient gemacht haben. Die Preisträger sind von einem unabhängigen Expertengremium nominiert worden, deren Mitglieder bereits langjährig im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig sind.

Der Preis will eine staatlich nicht geförderte Initiative unterstützen, die „geeignet ist, Ursachen von Migration aufzuzeigen und die Flucht als solche durch Präventivmaßnahmen vor Ort zu verhindern (…) Aus unserer Sicht kämen Projekte in Nigeria, Niger, Gambia und Eritrea in Betracht, aber auch Projekte, die in der Rückkehrerberatung tätig sind. Es ist im Übrigen nicht zwingend notwendig, dass die Aktivitäten durch eine Hamburger Organisation betrieben werden. Die HIM e.V. findet sich im Internet hier: http://www.menschenrechte.hamburg/

Ausschreibung FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten

3fcdee79c3Es gibt einen neuen Fonds bei der Hamburgischen Kulturstiftung. Er richtet sich an funktionierende Orte der Stadtteilkultur, die schon jetzt herausragend gute Arbeit in der lokalen Kulturarbeit für und mit Geflüchteten leisten. Aber auch an künstlerische und kulturpädagogische Projekte, Programme, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen, die kulturelle Angebote mit und für Geflüchtete durchführen.

Wer kann sich bewerben

Bewerben können sich sowohl Stadtteilkulturzentren, Bürgerhäuser, Jugendzentren, Geschichtswerkstätten als auch Flüchtlingseinrichtungen sowie kulturelle Institutionen, freie Initiativen, Vereine und Einzelpersonen. Die Projektdurchführenden sollten über eine nachweisbare künstlerische oder kulturpädagogische Qualifizierung verfügen.

Beantragt werden können Fördermittel für künstlerische und kulturpädagogische Projekte in Hamburg, die zur Integration und Partizipation von Geflüchteten beitragen und den interkulturellen Dialog unterstützen. Gefördert werden sowohl Projekte mit Geflüchteten als auch Projekte für Geflüchtete. Dies können sowohl künstlerische und kulturpädagogische Vorhaben sein, die in naher Zukunft realisiert werden und neue Impulse setzen als auch bewährte Projekte und Programme. Der Projektförderfonds ist offen für alle künstlerischen Sparten und Bereiche.

Sie können zwischen 5.000 und 15.000 Euro für Ihr Projekt beantragen. Ein finanzieller Eigenanteil wird nicht vorausgesetzt. Kofinanzierungen durch die Stadt Hamburg, andere Stiftungen oder Förderer sind zulässig.

Die Projekte sollten mehrere der folgenden Qualitätskriterien erfüllen:

• Ermöglichung von Orten der Begegnung bzw. von geschützten Freiräumen für den interkulturellen Dialog

• Ermöglichung von kultureller/gesellschaftlicher Teilhabe

• Partizipationsmöglichkeiten für Geflüchtete ohne Sprachbarrieren

• Niedrigschwelliger Zugang zu kulturellen Angeboten in Hamburg

• Vermittlung von Willkommens- und Anerkennungskultur

• Künstlerische und/oder kulturpädagogische Auseinandersetzung mit kulturellen und/oder biographischen Hintergründen und/oder aktueller Lebenssituation

Verfahren und Modalitäten

Die Anträge können laufend an die Hamburgische Kulturstiftung gestellt werden. Eine Förderentscheidung liegt maximal sechs Wochen nach vollständiger Projekteinreichung vor. Die Förderentscheidung wird von der Geschäftsstelle der Hamburgischen Kulturstiftung getroffen. Sie werden schriftlich benachrichtigt, ob Ihr Projekt gefördert wird oder nicht.

Ein Beirat, bestehend aus Körber-Stiftung, Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Hamburgische Kulturstiftung, Nordmetall-Stiftung, Gabriele Fink Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Stadtkultur Hamburg, trifft sich quartalsweise und begleitet die strategische Ausrichtung des Fonds.

Förderanträge müssen in schriftlicher Form in dreifacher Ausfertigung per Post eingereicht werden an:

Hamburgische Kulturstiftung, z.Hd. Caroline Sassmannshausen, Hohe Bleichen 18, 20354 Hamburg.

 Ein Förderantrag umfasst:

a) das Antragsformular zum Förderantrag (zu finden unter www.kulturstiftung-hh.de , Stichwort »Projektförderung«),

b) eine detaillierte Projektbeschreibung mit folgenden Informationen:

• Konzept

• Ort und Zeitplan des künstlerischen oder kulturpädagogischen Projekts in Hamburg

• Projektdurchführende (Lebenslauf, Nachweis über künstlerische oder kulturpädagogische Qualifizierung)

c) einen aussagekräftigen Finanzierungsplan mit folgenden Eckdaten:

• Kostenkalkulation mit Übersicht über die geplanten Ausgaben mit Angabe der einzelnen Positionen

• Finanzplan (bitte vermerken, welche Mittel sicher und welche noch ungesichert sind, z.B. bei offenen Anträgen bei anderen Förderein-richtungen.)

• beantragte Fördersumme (5.000 bis 15.000 Euro)

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Caroline Sassmannshausen, Projektbereich Kinder- und Jugendkultur/Kulturelle Bildung, Tel.: 040/339099, Email: sassmannshausen@kulturstiftung-hh.de

Workshop: Fördermöglichkeiten in der epol. Arbeit für migrantische Organisationen

Vorgestellt werden Förderinstrumente für Projekte der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland sowie zur Armutsbekämpfung im Ausland. Anhand praktischer Übungen wird eine eigene Antragstellung geübt. Dabei werden folgende Fragen geklärt: Wie entwickle ich ein Projekt? Welche Voraussetzungen muss mein Verein erfüllen? Welche Förderquellen gibt es und wofür und wofür kann man Gelder beantragen? Was sollte vor einer Antragstellung geklärt sein? Veranstaltet wird das Seminar in Berlin am 7. und 8. 10. Von Engagement Global im Auftrag des BMZ. Anmeldung: https://www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/engagement-unterstuetzen-foerdermoeglichkeiten-und-grundlagen-der-antragstellung-okt16.html

Fördermittel für Projekte zu Flucht und Migration | Liste der Stiftung :do

Zum Glück werden es momentan immer mehr: Die Stiftung :do http://www.stiftung-do.org/andere-stiftungen-und-fonds/ sammelt und listet Fonds, Stiftungen und andere Quellen, bei denen Fördermittel für Projekte im Bereich Flucht und Migration beantragt werden können. Mehr als 40 Stellen haben sie bereits zusammen gestellt – und nehmen gerne Hinweise auf weitere Geldgeber*innen auf!

zusammen-für-flüchtlinge.de unterstützt soziale Projekte für geflüchtete Menschen

Mit zusammen-für-flüchtlinge.de hat betterplace eine Spendenplattform nur für Projekte aus dem Bereich der Flüchtlingshilfe geschaffen. Und da viele Menschen sich selber mit Ihrer Zeit einbringen möchten, bilden wir darauf mittlerweile auch zahlreiche Angebote für Ehrenamtliche ab. Wenn Du Dich also für Flüchtlinge engagierst und noch Mitstreiter suchst, kannst Du hier kostenlos Dein Angebot registrieren.

Stiftungen für Hamburg – Fonds „Flüchtlinge & Ehrenamt“

Einen Antrag können stellen:
Initiativen jeglicher Rechtsform sowie Einzelpersonen. Nicht gemeinnützig anerkannte Initiativen oder Einzelpersonen mögen sich eine als gemeinnützig anerkannte Einrichtung suchen, auf deren Konto die Fördergelder überwiesen werden. Ein Referenzschreiben einer begleitenden Institution (bspw. Leitung Flüchtlingsunterkunft oder Kirchengemeinde) wird erwartet. Details sind den Formularen zu entnehmen. Mehr dazu: http://www.buergerstiftung-hamburg.de/fonds_fluechtlinge_ehrenamt/

Downloads
(Zum Ausfüllen bitte speichern. Unterschriften können digital oder nach erfolgtem Ausdruck handschriftlich eingefügt werden.)

Antragsformular
Referenzschreiben

Ansprechpartnerin für Antragstellende
Petra Grüber
petra.grueber@buergerstiftung-hamburg.de
Tel. 040 87 88 96 9 -70

Anträge zu Projektförderungen für Patenschaftsinitiativen in der Flüchtlingshilfe wenden sich bitte an „Landungsbrücken für Geflüchtete„.

Datenbank: Fördermittel für Flüchtlings- und Integrationsprojekte

Eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Institutionen stellt Gelder zur Unterstützung von Flüchtlings- und Integrationsprojekten zur Verfügung. Akquisos stellt einige Geldgeber und Programme auf EU-, Bundes- Landes- und kommunaler Ebene sowie Online-Plattformen für Geld-, Sach- und Zeitspenden vor. Die Übersicht finden Sie unter: www.bpb.de/partner/akquisos/222387/foerdermittel

Sie enthält Informationen und Links zu:

Europäische Fördermittel
Bundesmittel
Landesmittel
Stiftungen
Finanzinstitute
Lotterien
Online-Spendenplattform
Vermittlungsportale
Unternehmen /Arbeitgeberverbände

Quelle: Akquisos, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Stiftungen unterstützen nachhaltige Kulturprojekte zur Integration von Geflüchteten in Hamburg

Fonds „FREIRÄUME!“ fördert Stadtteilkulturarbeit

Ein Hip-Hop-Kurs, ein Theaterprojekt, gemeinsames Musizieren und andere Projekte, bei denen Geflüchtete unterschiedlicher Nationen und Hamburger zusammenkommen – die Kulturarbeit in den Stadtteilen spielt eine wichtige Rolle für die Integration. An zahlreichen Orten in Hamburg gibt es bereits erfolgreiche Initiativen. Es bleibt aber viel zu tun, und oft fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um gute Ideen in die Tat umzusetzen. Deshalb haben die Hamburgische Kulturstiftung, die Körber-Stiftung und die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gemeinsam den Fonds „FREIRÄUME!“ für kulturelle Projekte mit Geflüchteten initiiert.

Die Claussen-Simon-Stiftung unterstützt gemeinsam mit weiteren Hamburger Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen den Fonds „FREIRÄUME!“. Die 18 Förderer haben nun eine Summe von 250.000 Euro für Kulturprojekte bereitgestellt. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit Stadtkultur Hamburg, dem Dachverband für lokale Kultur und kulturelle Bildung, entwickelt. Ab dem 22. Januar 2016 können über die Hamburgische Kulturstiftung Fördermittel beantragt werden, um Integrationsprojekte in Hamburgs Stadtteilen zu finanzieren.

Es sollen Orte der Begegnung geschaffen, und die Stadtteilkultur nachhaltig gestärkt werden. Der Fonds will Projekte und Einrichtungen unterstützen, die niedrigschwellige kulturelle Angebote für Geflüchtete und mit Geflüchteten umsetzen. Dafür werden pro Antrag zwischen 5.000 und 15.000 Euro vergeben. Bewerben können sich künstlerische und kulturpädagogische Institutionen und Initiativen, aber auch Einzelpersonen aus dem Hamburger Stadtgebiet.

„Partizipation am kulturellen Leben ist ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Kultur hat die Kraft, Brücken zu bauen und Dialoge zu schaffen“, unterstreicht Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung. „Wir wollen Orte der Begegnung ermöglichen, an denen Austausch und kulturelle Integration stattfinden können.“

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und den Anforderungen auf der Webseite der Hamburgischen Kulturstiftung.

Was Vereine als Arbeitgeber zum Thema Flüchtlinge wissen sollten

Gerade Vereine, die im Kontext von Flüchtlingen oder Entwicklungszusammenarbeit ihre Heimat stellen sich die Frage, ob sie Flüchtlinge beschäftigen dürfen, um ihnen die Integration zu erleichtern und ihr Wissen für die Vereinsarbeit zu nutzen. Dabei sind allerdings einige rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie in diesem Beitrag.

Was sind Flüchtlinge?

Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass unter dem Begriff „Flüchtling“ im täglichen Sprachgebrauch normalerweise 3 Personengruppen zusammengefasst werden. Allerdings muss man differenzieren, da insoweit unterschiedliche Regelungen gelten. Unter dem Begriff „Flüchtling“ werden üblicherweise verstanden:

Anerkannte Flüchtlinge Anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis sind Menschen, über deren Asylantrag bereits positiv entschieden wurde und die deshalb eine Aufenthaltserlaubnis erhalten haben.
Asylsuchende mit Aufenthaltsgestattung Dies sind Personen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen wurde.
Geduldete Unter diesem Begriff versteht man solche Personen, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen wurde, die aus – in der Regel humanitären Gründen –aber nicht abgeschoben werden.

Wann dürfen Sie Flüchtlinge beschäftigen?

Am einfachsten ist die Situation bei anerkannten Flüchtlingen mit Aufenthaltserlaubnis. Vereine dürfen anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis grundsätzlich für jede Beschäftigung einstellen. Insoweit gelten keine Besonderheiten.

Etwas komplizierter ist es bei den beiden anderen Personengruppen. Hier kommt es auf die Dauer des Aufenthalts in Deutschland an.

In den ersten drei Monaten des Aufenthalts dürfen sie überhaupt keine Erwerbstätigkeit ausüben.

Ab Beginn des 4. Monats des Aufenthalts in Deutschland ist eine Beschäftigung unter gewissen Voraussetzungen möglich. Voraussetzung ist, dass die Ausländerbehörde die Beschäftigung gestattet. Hierfür ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BfA) erforderlich. Ob die Bundesagentur diese Zustimmung erteilt, steht in ihrem Ermessen. Sie kann dies dann tun, wenn hieraus keine Nachteile für den Arbeitsmarkt entstehen und für die Beschäftigung keine deutschen oder EU-Bürger zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung). Nur unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Zustimmung der BfA entfallen (z. B. für Hochschulabsolventen und Fachkräfte in sog. Engpassberufen).

Ist der Flüchtling bereits 15 Monate in Deutschland, ist die Vorrangprüfung nicht mehr erforderlich. Nach wie vor muss die BfA jedoch der Beschäftigung zustimmen.

Die alleinige Entscheidung über die Zustimmung zur Beschäftigung trifft die Ausländerbehörde erst, wenn der Flüchtling vier Jahre in Deutschland.

Vereine, die einen Asylsuchenden oder Geduldeten einstellen wollen, müssen bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde die erforderliche Erlaubnis beantragen. Dort erhalten Sie im Zweifel auch weitere Informationen.

Beachten Sie Melde- und Dokumentationspflichten

Nehmen Sie unbedingt eine Kopie des Aufenthaltstitels zu den Personalunterlagen. Dies kann sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form geschehen.

Sie sind verpflichtet ,der BfA Auskunft über das Entgelt, die Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen des Flüchtlings zu erteilen. Machen Sie dies im eigenen Interesse sehr sorgfältig, da unrichtige Angaben zu Geldbußen führen können.

Achten Sie auf die richtigen Arbeitsbedingungen

Immer vorausgesetzt, dass die Beschäftigung eines Flüchtlings an sich zulässig ist, haben Flüchtlinge grundsätzlich die gleichen Arbeitnehmerrechte und Arbeitnehmerpflichten, wie andere Beschäftigte auch. Das bedeutet, dass Sie Flüchtlinge zum Beispiel auch als Minijobber zu den üblichen Bedingungen beschäftigen können.

RA Heiko Klages, 2K-verbandsberatung

Seminar für migrantische Organisationen – Fördermöglichkeiten und Antragstellung, Pforzheim 17-18 Nov 2015

Engagement unterstützen – Fördermöglichkeiten und Grundlagen der Antragstellung in der entwicklungspolitischen Arbeit
– ein Seminar für migrantische Organisationen –
Freitag, 27.11.15, 10.00 Uhr – Samstag, 28.11.15, 16.30 Uhr
in Pforzheim-Hohenwart

Das Seminar richtet sich an Personen aus entwicklungspolitisch engagierten Migrantenorganisationen, die bisher noch keine oder sehr wenige Erfahrungen mit Förderung und Antragstellung haben.

Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten für entwicklungspolitisches Engagement zu bieten sowie die Grundlagen einer Antragstellung zu vermitteln.

Kosten:
Teilnahme, Verpflegung und Übernachtung sind kostenfrei, Fahrtkosten werden gegen Nachweis bis zu einer Höhe von € 80,– übernommen (2. Klasse DB, Bahncard 50 bzw. günstiges DB-Angebot, PKW nach BRKG)
Seminareinladung, Programm und Anmeldeformular gibt es hier:
http://www.engagement-global.de/seminar/events/engagement-unterstuetzen-foerdermoeglichkeiten-und-grundlagen-der-antragstellung-in-der-entwicklungspolitischen-arbeit.html

Veranstalter:
Mitmachzentrale für Einzelpersonen, Kommunen,
Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Stiftungen

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Tulpenfeld 7
53113 Bonn

MMZ_Seminare@engagement-global.de
www.engagement-global.de

Stiftungsfonds zur Flüchtlingshilfe

Mit einem eigenen Fonds „Flüchtlinge & Ehrenamt“ stellt ein Bündnis aus 16 Hamburger Stiftungen Geld für freiwillig geleistete Arbeit in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Unbürokratisch und möglichst zeitnah sollen so Projekte und Hilfsangebote gefördert werden.

Anträge auf Förderung können sowohl für Sach- als auch für Honorarkosten bis zu einem Betrag von 1000 Euro gestellt werden. Gerade auch kleinere initiativen können im Bereich interner Fortbildungen und bei Projekten von dem Stiftungsfonds profitieren.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular und Referenzschreiben zum Download: http://www.buergerstiftung-hamburg.de/fonds_fluechtlinge_ehrenamt/

Amadeu Antonio Stiftung förderte Projekte gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus

Seit ihrer Gründung 1999 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Hierfür unterstützt sie lokale Initiativen und Projekte in den Bereichen Jugend und Schule, Opferschutz und Opferhilfe, alternative Jugendkultur und kommunale Netzwerke. Wichtigste Aufgabe der Stiftung ist es, die Projekte über eine finanzielle Unterstützung hinaus zu ermutigen, ihre Eigeninitiative vor Ort zu stärken und sie zu vernetzen. Die gemeinnützige Stiftung ist benannt nach dem angolanischen Vertragsarbeiter Amadeu Antonio Kiowa, der 1990 in Eberswalde eines der ersten Todesopfer rassistischer Gewalt nach der Wiedervereinigung war. Seit ihrer Gründung steht die Amadeu Antonio Stiftung unter der Schirmherrschaft des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse.

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Timo Reinfrank
timo.reinfrank @ amadeu-antonio-stiftung.de
Linienstraße 139.
10115 Berlin
Telefon: (030) 240 886 10
Telefax: (030) 240 886 22
www.amadeu-antonio-stiftung.de