Fonds Nachhaltigkeitskultur: Der Nachhaltigkeitsrat startet Ideenwettbewerb

Das neue Förderprogramm „Fonds Nachhaltigkeitskultur“ richtet sich an gesellschaftliche Akteure. Es soll Ansätze voranbringen, die Nachhaltigkeit ins Zentrum kultureller Normen und Lebensstil-Muster stellen. Kommende Ideenwettbewerbe haben voraussichtlich die Themen Mobilitätskultur, Wohnkultur und Modekultur.

Kultur und ihre Akteure sollen künftig eine noch stärkere Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft spielen. Ihnen wird in besonderer Weise zugetraut, dass sie neue Lösungswege aufzeigen und bestehende Denkmuster durchbrechen können, wenn diese Probleme nur reproduzieren und für deren Lösung nicht mehr dienlich sind.

Auf die besondere Rolle von Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft und Kulturschaffenden als Akteure weist auch die Bundesregierung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hin (Bundesregierung 2017, S. 49 f.). Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat nun mit dem „Fonds Nachhaltigkeitskultur“ ein Programm aufgesetzt, um transformative Projekte zur Nachhaltigkeitskultur zu fördern. Wesentliches Ziel ist eine Stärkung längerfristiger gesellschaftlicher Prozesse für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und die Verknüpfungen zwischen Akteuren, Sektoren und Lebensbereichen.

Auf Initiative des Bundestages stellt das Bundeskanzleramt für den Fonds über einen Zeitraum von drei Jahren 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der RNE will in diesen drei Jahren mehrere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen Bereichen der Alltagskultur (z.B. Essen, Mobilität, Bauen) ausrufen. Der Fonds soll bewährte Ansätze stärken und auch neue Wege gehen, um eine gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.

Wer kann gefördert werden?

Gefördert werden transformative Projekte gemeinnütziger Akteure sowie öffentlich-rechtlicher Akteure zur Nachhaltigkeitskultur bis zu einer Höhe von je 50.000 € und einer Laufzeit von maximal einem Jahr. Gegenstand der Projekte können Maßnahmen zur Ausgestaltung kultureller Normen und Lebensstil-Muster zur Nachhaltigkeit sowie an solche Normen und Muster anschließende innovative Aktivitäten zur Verbreitung und Verwertung sein. Dies umfasst auch kommunikative Maßnahmen und lernende Netzwerke. Rein technologische Innovationen werden nicht gefördert. Die Projekte sollen die Praxis der Nachhaltigkeitskultur partnerschaftlich und konstruktiv voranbringen.

Wie bewerben sich Projekte?

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. Bis zum jeweiligen Einsendeschluss sind zunächst Projektskizzen mit einer Zeit- und Finanzplanung einzureichen. Im Anschluss werden die Antragssteller der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen vollständigen förmlichen Förderantrag zu stellen. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung obliegt dem RNE nach abschließender Prüfung.

Ansprechpartner für Projekte
foNds
Bodo Richter
Wissenschaftlicher Referent
Rat für Nachhaltige Entwicklung
Geschäftsstelle c/o GIZ GmbH
Potsdamer Platz 10
D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 338424-279
E-Mail: bodo.richter@nachhaltigkeitsrat.de

Autor: Karsten Weitzenegger

Ich bringe Sie in die Lage, informierte Entscheidungen zu treffen, verantwortungsbewusst und gemeinsam wirksam zu handeln, um die Welt in Richtung nachhaltige Entwicklung zu transformieren.