Spender darf grundsätzlich auf Richtigkeit einer Spendenbescheinigung vertrauen

Ein Spender an eine gemeinnützige Organisation darf grundsätzlich auf die Richtigkeit einer erhaltenen Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) vertrauen. Der Vertrauensschutz bezieht sich aber nicht auf sämtliche Angaben in der Zuwendungsbestätigung (FG Düsseldorf, Urteil vom 26.1.2017, 9 K 2359/15 E).

Vom Vertrauensschutz umfasst
– Angaben zum Spendenempfänger
– Vorliegende Gemeinnützigkeit des Spendenempfängers
– Verwendung der Spende ausschließlich zu steuerbegünstigten Zwecken

Vom Vertrauensschutz nicht umfasst
– Tatsächlicher Vermögensabfluss beim Spender
– Freiwilligkeit der Spende

Dasbedeutet für die Praxis
Für Vereine als Spendenempfänger hat dies den Vorteil, dass sie keine Ermittlungen darüber anstellen müssen, welche zum Beispiel familieninternen Motivationen und Auflagen zu der Zahlung geführt haben. Damit wären die Vereine und Verbände in den allermeisten Fällen schlicht überfordert.

RA Heiko Klages, 2K-verbandsberatung