Wie bescheinigen Sie Kleinspenden?

Insbesondere im Zusammenhang mit Spendenbescheinigungen stellt sich immer wieder die Frage, was für Kleinspenden gilt. Darunter werden üblicherweise Spenden bis zu einem Betrag von 200 € verstanden. Gerade Spenden in dieser Höhe sind für viele Spender attraktiv. Nutzen Sie daher den erleichterten Spendennachweis. Informieren Sie auch die Spender über die Erleichterungen und motivieren Sie so zu (zusätzlichen) Spenden.

Für Kleinspenden gelten besondere Erleichterungen für den Spendenabzug. Eine formelle Spendenbescheinigung ist nicht erforderlich, damit der Spender seine Spende steuerlich geltend machen kann. Vielmehr reicht als Nachweis für die Spende ein Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstituts, wenn

  • die Spende 200 € nicht übersteigt und
  • der Empfänger eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine inländische öffentliche Dienststelle ist oder
  • der Empfänger eine Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse im Sinne des § fünf Abs. 1 Nummer neun des Körperschaftsteuergesetzes (das sind gemeinnützige Vereine) ist, wenn der steuerbegünstigte Zweck, für den die Zuwendung verwendet wird, und die Angaben über die Freistellung des Empfängers von der Körperschaftsteuer auf einem von ihm hergestellten Beleg aufgedruckt sind und darauf angegeben ist, ob es sich bei der Zahlung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt oder
  • der Empfänger eine politische Partei im Sinne des § 2 des Parteiengesetzes ist und bei Spenden der Verwendungszweck auf den vom Empfänger hergestellten Beleg aufgedruckt ist.

Das Ganze ergibt sich aus § 50 Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung.

Für Ihren Verein bedeutet das, dass sie die Spender darüber informieren müssen, dass sie als gemeinnützige Körperschaft anerkannt wurden und dass es sich bei der Zahlung um eine Spende handelt. Das können Sie zum Beispiel gleich in dem Schreiben machen, indem ihr Verein um Spenden bittet.

RA Heiko Klages, 2K-verbandsberatung