Hamburger Leitfaden Stifungen

Manche Stiftungen sind Geldgeber für gemeinnützige Zwecke. Doch nicht jede Stiftung mit dem passenden Stiftungszweck kommt als Förderer für ein Projekt in Betracht. Wer einen Förderpartner sucht, hat viele Fragen. Welche Stiftungen gibt es? Wie findet man die passende? Wie formuliert man einen Förderantrag? Was passiert dann? Damit Projektmacher und Förderstiftungen gezielt zusammenfinden, steht hier ein kleiner Leitfaden zum Download bereit. http://www.hamburger-stiftungen.de/wp-content/uploads/2008/08/pdf_foerderanfragen.pdf

Minijobs

Rechtliche Neuerungen bei Minijobs und neuer Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung ab dem 01. Januar 2013

Verdienstgrenze und Rentenversicherungspflicht bei geringfügig entlohnter Beschäftigung

Ab dem 01. Januar 2013 dürfen geringfügig entlohnte Beschäftigte bis maximal EUR 450 monatlich verdienen (bislang maximal EUR 400 monatlich). Damit erfolgt erstmals nach 10 Jahren eine Anpassung der Verdienstgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen an die allgemeine Lohnentwicklung.

Bei Aufnahme einer geringfügig entlohnten Beschäftigung ab dem 01. Januar 2013 besteht automatisch Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt i. d. R. 15% Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung, der Arbeitnehmer muss die Differenz zum allgemeinen Beitragssatz (ab 01. Januar 2013 sind dies 18,9% ) ausgleichen. Der Beschäftigte trägt also 3,9% des Beitrages; er erhält dadurch Anspruch auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung (u. a. Leistungen für Erwerbsminderungen, berufliche Rehabilitation, Anspruch auf Entgeltumwandlung für betriebliche Altversvorsorge, Wartezeiten für Mindestversicherungszeiten). Geringfügig entlohnte Beschäftigte können sich für nach dem 31. Dezember 2012 aufgenommene Beschäftigungsverhältnisse von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lassen, sie müssen dies schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber erklären.

Beschäftigte, die vor dem 01. Januar 2013 in der Rentenversicherung versicherungsfrei waren, bleiben es auch weiterhin, es sei denn, sie verzichten (schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber) auf die Versicherungsfreiheit und stocken die Beiträge entsprechend auf.

Achtung: Bei Erhöhung des Entgelts ab dem 01. Januar 2013 auf bis zu EUR 450 gilt die neue Regelung.

Verdienstgrenze bei Beschäftigung innerhalb der Gleitzone

Entsprechend der Erhöhung der Verdienstgrenze bei den geringfügig entlohnten Beschäftigungen erfolgt eine Anpassung bei Beschäftigung innerhalb der Gleitzone. Ab dem 01. Januar 2013 gilt die Gleitzone für alle Arbeitsentgelte, die mehr als EUR 450 monatlich betragen und EUR 850 monatlich nicht überschreiten (bislang EUR 400,01 bis EUR 800).

Beschäftigte, die bereits vor dem 01. Januar 2013 ein monatliches Entgelt in Höhe von EUR 400,01 bis EUR 450 erhalten, bleiben in allen Zweigen der Sozialversicherung nach der bisherigen Gleitzonenregelung versicherungspflichtig (Bestandsschutzregelung, gültig bis zum 31. Dezember 2014).

Betroffene Arbeitnehmer können sich von der Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreien lassen, nicht jedoch von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung.

Neuer Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung

Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung sinkt zum 01. Januar 2013 von 19,6% auf 18,9%.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.minijob-zentrale.de

Personalfragebogen

Sofern eine Gemeinnützige Körperschaft als Anstellungsträger fungiert, also Angestellte in Arbeitsverhältnissen beschäftigt, müssen bei Neueinstellungen immer bestimmte Daten von den neuen Angestellten erhoben werden, die bei der Einrichtung im Gehaltsabrechnungsprogramm abgefragt werden. Der Anstellungsträger sollte sich die
Angaben durch Unterschrift bestätigen lassen.

Der nachfolgend zur Verfügung gestellte Personalfragebogen soll alle Angaben abfragen, die in jeder möglichen Form eines Anstellungsverhältnisses erforderlich sein könnten. Es sind daher nicht zwingend alle Angaben zu machen, je nachdem, um welche Art von Anstellungsverhältnis es sich handelt.
Für die korrekte Beurteilung der Art des Anstellungsverhältnisses bedarf es weitergehender Information bzw. einschlägiger Kenntnisse. Wenden Sie sich ggf. an einen Steuerberater oder eine andere fachkundige Person.

Folgende Unterlagen müssen an die Personalabteilung eingereicht werden:

Arbeitsvertrag, Sozialversicherungsausweis und Bescheinigung über Lohnsteuermerkmale (ggf. beim Finanzamt des Arbeitnehmers zu beantragen). Bei Kindern, die nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen sind, Kopie der Geburtsurkunde eines Kindes. Ggf. Verträge zur Altersvorsorge aus Gehaltsumwandlung etc.

Bei Praktikum im Rahmen eines Studiums zusätzlich: ggf. Vertrag zwischen Anstellungsträger und Hochschule, aktueller Studentenausweis.
Info Personalfragebogen bei Neueinstellung_0

Lohnsteuerabzugsverfahren

Was hat es mit der Steuer-Identifikationsnummer auf sich?

Die Steuer-Identifikationsnummer (IdNr) wurde zum 01.07.2007 eingeführt und ist eine dauerhafte, undeseinheitliche Identifikationsnummer von in Deutschland gemeldeten Bürgern für Steuererzwecke.

Alle neu geborenen Kinder erhalten die IdNr unmittelbar nach der Geburt von der örtlichen Kommunalverwaltung zugeteilt. Sie gilt lebenslang, unabhängig von Orts- oder Finanzamtswechsel. Die Daten werden spätestens 20 Jahre nach dem Tod des Steuerpflichtigen wieder gelöscht.

Die IdNr ersetzt für natürliche Personen die bisherige Steuernummer und eTIN und besteht aus insgesamt 11 Ziffern. Es werden folgende persönliche Angaben gespeichert: Name(n), Anschrift(en), Geschlecht, Geburtstag, Geburtsort, zuständiges Finanzamt. Die IdNr muss bei allen Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen den Finanzbehörden gegenüber verwendet werden.

Mit der Steuer-Identifikationsnummer wird erstmals jeder Bürger in Deutschland mit einem unveränderlichen Kennzeichen von einer staatlichen Stelle zentral erfasst. Die Verfassungskonformität der IdNr wird kontrovers diskutiert. Der Arbeitgeber benötigt die IdNr zur Übermittlung der Lohnsteuerdaten der Mitarbeiter an das zuständige Finanzamt.

Weitere Einzelheiten zum Lohnsteuerabzug finden sich auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen ( www.bundesfinanzministerium.de ).

Kriterien der Scheinselbständigkeit

Scheinselbständige sind, nach der gesetzlichen Vermutung, Personen, die ihre Mitwirkungspflichten (Auskünfte zu erteilen) verletzt haben und mindestens drei der
folgenden fünf Kriterien erfüllen:

  • Sie beschäftigen regelmäßig keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die aus diesem Beschäftigungsverhältnis mehr als € 400 monatlich erhalten
  • Sie sind dauerhaft und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig
  • Der Auftraggeber selbst oder ein vergleichbarer Auftraggeber lässt entsprechende Tätigkeiten regelmäßig durch von ihm beschäftigte Arbeitnehmer erledigen (arbeitnehmertypische Beschäftigung)
  • Die Tätigkeit weist keine typischen Merkmale unternehmerischen Handelns auf
  • Die jetzige “selbständige” Tätigkeit entspricht der Tätigkeit, die für denselben Auftraggeber vorher im Arbeitnehmerstatus ausgeübt wurde.

Die gesetzliche Vermutung einer scheinselbständigen Tätigkeit kann im Einzelfall
widerlegt werden. “Scheinselbständige” unterliegen grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht.

Info Aufwandsentschädigung oder Entgeldzahlung, Kriterien der Scheinselbstständigkeit_0