Lohnsteuerabzugsverfahren

Was hat es mit der Steuer-Identifikationsnummer auf sich?

Die Steuer-Identifikationsnummer (IdNr) wurde zum 01.07.2007 eingeführt und ist eine dauerhafte, undeseinheitliche Identifikationsnummer von in Deutschland gemeldeten Bürgern für Steuererzwecke.

Alle neu geborenen Kinder erhalten die IdNr unmittelbar nach der Geburt von der örtlichen Kommunalverwaltung zugeteilt. Sie gilt lebenslang, unabhängig von Orts- oder Finanzamtswechsel. Die Daten werden spätestens 20 Jahre nach dem Tod des Steuerpflichtigen wieder gelöscht.

Die IdNr ersetzt für natürliche Personen die bisherige Steuernummer und eTIN und besteht aus insgesamt 11 Ziffern. Es werden folgende persönliche Angaben gespeichert: Name(n), Anschrift(en), Geschlecht, Geburtstag, Geburtsort, zuständiges Finanzamt. Die IdNr muss bei allen Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen den Finanzbehörden gegenüber verwendet werden.

Mit der Steuer-Identifikationsnummer wird erstmals jeder Bürger in Deutschland mit einem unveränderlichen Kennzeichen von einer staatlichen Stelle zentral erfasst. Die Verfassungskonformität der IdNr wird kontrovers diskutiert. Der Arbeitgeber benötigt die IdNr zur Übermittlung der Lohnsteuerdaten der Mitarbeiter an das zuständige Finanzamt.

Weitere Einzelheiten zum Lohnsteuerabzug finden sich auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen ( www.bundesfinanzministerium.de ).

Kriterien der Scheinselbständigkeit

Scheinselbständige sind, nach der gesetzlichen Vermutung, Personen, die ihre Mitwirkungspflichten (Auskünfte zu erteilen) verletzt haben und mindestens drei der
folgenden fünf Kriterien erfüllen:

  • Sie beschäftigen regelmäßig keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die aus diesem Beschäftigungsverhältnis mehr als € 400 monatlich erhalten
  • Sie sind dauerhaft und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig
  • Der Auftraggeber selbst oder ein vergleichbarer Auftraggeber lässt entsprechende Tätigkeiten regelmäßig durch von ihm beschäftigte Arbeitnehmer erledigen (arbeitnehmertypische Beschäftigung)
  • Die Tätigkeit weist keine typischen Merkmale unternehmerischen Handelns auf
  • Die jetzige “selbständige” Tätigkeit entspricht der Tätigkeit, die für denselben Auftraggeber vorher im Arbeitnehmerstatus ausgeübt wurde.

Die gesetzliche Vermutung einer scheinselbständigen Tätigkeit kann im Einzelfall
widerlegt werden. “Scheinselbständige” unterliegen grundsätzlich der Sozialversicherungspflicht.

Info Aufwandsentschädigung oder Entgeldzahlung, Kriterien der Scheinselbstständigkeit_0