Perspektiven entwickeln – Veränderungen gestalten. Eine Handreichung für Vereinsvorstände

Die Publikation widmet sich den vielfältigen Herausforderungen, die Vereinsvorstände in Zukunft bewältigen müssen.

Perspektiven entwickeln – Veränderungen gestalten. Eine Handreichung für Vereinsvorstände. Verlag Stiftung Mitarbeit, Bonn 2015, Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 48, 183 S., 12,– Euro, ISBN 978-3- 941143-20-3, zu beziehen über den Buchhandel oder
 http://www.mitarbeit.de/mitarbeiten_1_15_1.html

In einem ersten Schritt gilt es zunächst, die gewachsenen politischen und sozialen Anforderungen für Vereine und ihre Vorstände zu erkennen und die anstehenden Herausforderungen als Chance für Veränderungen zu begreifen. Wie können Vorstände den verschiedenen Ansprüchen gerecht werden, neue Potenziale entdecken und die Zielvorstellungen und Arbeitsweisen des Vereins anpassen?

Im ersten Teil der Handreichung werden grundlegende Prinzipien der Vereinsführung und Vereinsarbeit vorgestellt, mit deren Hilfe die Nachhaltigkeit des Vereins überprüft werden kann. Daran schließt sich eine Einführung in das Vereinsrecht und das gemeinnützige Steuerrecht an. Anhand von konkreten Beispielen führt der Text in die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten ein.

Im zweiten Teil der Handreichung stehen der Verein als Organisation und die Mitglieder als Akteure im Mittelpunkt. Vereine existieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind eingebunden in lokale und überregionale Netzwerke, wirken also auf das Umfeld, genauso wie Veränderungen des Umfelds sich auf den Verein auswirken. Wenn das Zusammenspiel von Mitgliedern und Vorstand funktioniert, lassen sich innere wie äußere Umschwünge unbeschadet überstehen. Dazu gehört der angemessene und produktive Umgang mit Konflikten.

Aktuelle Tendenzen der Vereinsarbeit erläutert der dritte und letzte Teil der Handreichung: Wie gewinnt der Verein Jugendliche für die Vorstandsarbeit? Welche Rolle spielen Migrantenorganisationen für die Aktivierung und Entwicklung von Engagementpotenzialen? Welches Potenzial steckt in Kooperationen zwischen Vereinen des gemeinnützigen Sektors untereinander und mit unternehmerischen Akteuren? Vorstände brauchen und nutzen Beratungs- und Unterstützungsangebote auf vielfältige Art und Weise. Letztendlich benötigen Vereine und ihre Vorstände auch eine vorausschauende Engagementförderung und -politik.

Prämie für die freiwillige Versicherung im Ehrenamt bei der VBG wird etwas teurer

Die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) erhöht erstmals seit rund 10 Jahren den Jahresbeitrag für die freiwillige Versicherung ehrenamtlich Tätiger. Vorstandsmitglieder von Vereinen, gewählte Ehrenamtsträger gemeinnütziger Vereine oder auch ehrenamtlich Engagierte in politischen Parteien und Gremien von Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerorganisationen können so gegen in Ausübung ihres Ehrenamts entstandene Arbeits- oder Wegeunfälle oder bei einer Berufskrankheit gut und preiswert abgesichert werden. Der Beitrag beträgt ab 01.01.2015 pro ehrenamtlich tätiger Person 3,00 €/Jahr (statt bisher 2,73 €/Jahr). Der neue Beitrag wird erstmals im Frühjahr 2016 erhoben.

Vereine, die der Beitragserhöhung entgehen wollen, müssen eine entsprechende freiwillige Versicherung bei der VBG bis zum 31.12.2014 kündigen. Da dieser Versicherungsschutz grundsätzlich eine gute Sache ist, sollte das allerdings sorgfältig überlegt werden.

Mehr Informationen hierzu erhalten Sie auf der Internetseite der Verwaltungsberufsgenossenschaft.

RA Heiko Klages, 2K-verbandsberatung

 

Eine Engagement-Strategie für Hamburg

Eine Strategie für Hamburg: Als Ergebnis eines monatelangen Beteiligungsprozesses hat die Freie und Hansestadt Hamburg ein Strategiepapier veröffentlicht. In dem Papier werden Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und Förderung von ehrenamtlichem bzw. freiwilligem Engagement bis 2020 gegeben. Das Strategiepapier wurde durch die Hamburger Bürgerschaft verabschiedet und ist online unter www.hamburg.de/freiwilligenstrategie-2020 verfügbar.

couragiert – Magazin für demokratisches Handeln und Zivilcourage

Die aktuelle Ausgabe couragiert hat das Titelthema „Glänzende Aussichten: Demokratie-Projekte erfolgreich finanzieren„. In der September-Ausgabe lesen Sie, dass sich Fundraising durchaus auch für politische Initiativen lohnt. Auf zehn Seiten finden Sie allerhand Tipps für Ihre nächste Spendenaktion. http://www.couragiert-magazin.de

Aktuelle Themen

Engagement braucht Leadership

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat sich mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung an der Diskussion über die Entwicklungs- und Unterstützungsbedarfe von Vereinen und ihren Vorständen und der Erarbeitung und Verbreitung von Lösungsansätzen beteiligt. In einer nun vorliegende Publikation werden Ergebnisse des Projektes zusammengefasst.

Die Publikation versammelt Beiträge zur Situation des Vereins- und Vorstandswesens, in denen die AutorInnen aktuelle Herausforderungen und Anforderungen bei der Ausgestaltung ehrenamtlicher Vorstandsämter und Ansätze zur Gewinnung, Qualifizierung und Entwicklung von ehrenamtlichen Vereinsvorständen beschreiben. Ein Serviceteil enthält zahlreiche weiterführende Informationen und Materialien. Das Thema wird dabei mit Blick auf verschiedene Engagementfelder und mit Fokus auf unterschiedliche Zielgruppen dargestellt. Die Publikation ermöglicht so einen umfassenden Einblick in das wichtige Thema der Vereins- und Vorstandsentwicklung. Unter nachfolgendem Link steht sie ab sofort zum Download bereit: http://www.b-b-e.de/publikationen/publikationen-sonstige/

Bürgerschaftliches Engagement von Migrantinnen und Migranten / interkulturelle Öffnung von bestehenden Engagementstrukturen

Am 15. Oktober 2014 tagte der Unterausschuss öffentlich mit dem Tagesordnungspunkt „Fachgespräch zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement von Migrantinnen und Migranten / interkulturelle Öffnung von bestehenden Engagementstrukturen„. Das Kurzprotokoll der 6. Sitzung des Unterausschusses „Bürgerschaftliches Engagement“ ist hier abrufbar.

forum humanum bietet Dialog-Partnerschaft für NRO

Das forum humanum ist eine Initiative der Schmid Stiftung

Das forum humanum fördert freiwilliges Engagement und unterstützt gemeinnützige Organisationen. Dabei orientieren sich die unter dem forum humanum entwickelten Formate an den vorhandenen Ressourcen und dem zur Verfügung stehenden Know-How der ISB GmbH. Als konkretes Format ist bislang die Dialog-Partnerschaft etabliert.

Infobroschüre: Informationen zu Schmid-Stiftung / forum humanum

Kontakt: http://www.forum-humanum.eu

Online-Engagement auf Augenhöhe | betterplace-GIZ-Studie

Warum engagieren sich Menschen aus Deutschland in Ghana oder Südafrika? Und wie lösen sie die Herausforderungen der interkontinentalen Zusammenarbeit? Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat das betterplace lab die Studie »Online-Engagement auf Augenhöhe. Warum Menschen in Deutschland sich für Ghana oder Südafrika engagieren« erstellt.

Auch wenn die Studie nicht repräsentativ ist und vor allem internetaffine, junge Menschen erreicht hat, so gibt sie doch einen Einblick in die Kooperationslandschaft zwischen Deutschland und Ghana oder Südafrika. Dabei wurden zwei Engagementtypen deutlich: die »Gründer/innen«, die neue Projekte initiieren sowie die »Aufspringer/innen«, die mit bestehenden Organisationen zusammenarbeiten. In der Regel sind vorangegangene Kontakte nach Afrika ein wichtiger Motor für das Engagement in Projekten. Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist für die Beteiligten wichtig: offener und persönlicher Austausch, Respekt im Umgang miteinander und gegenseitige Wertschätzung. Kommunikationsprobleme sowie die Schieflage zwischen den Rollen als Geldgeber/in oder Projektumsetzer/in stellen für die meisten der Befragten wesentliche Herausforderungen dar.

Weitere Informationen: http://de.slideshare.net/betterplacelab/onlineengagement-auf-augenhhe-warum-menschen-in-deutschland-sich-fr-ghana-oder-sdafrika-engagieren

UPJ – unternehmen. verbinden. gestalten

UPJ ist das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen schaffen. http://www.upj.de

Studien zu entwicklungspolitischem Engagement

Im November 2013 fand ein Exper­ten­forum zum entwick­lungs­po­li­ti­schen Enga­ge­ment im Bundes­mi­nis­te­rium für wirt­schaft­liche Zusam­men­ar­beit und Entwick­lung (BMZ) statt. In der Veran­stal­tung, die gemeinsam von BMZ, VENRO, AGL und Enga­ge­ment Global veran­staltet wurde, wurde auch deut­lich, dass das zivil­ge­sell­schaft­liche entwick­lungs­po­li­ti­sche Enga­ge­ment noch wenig erforscht ist. Holger Krimmer von ZiviZ legte eine Sonder­aus­wer­tung des Frei­wil­li­gen­sur­veys 2009 und den ZiviZ-Surveys vor und formu­lierte daraus Empfeh­lungen und Forschungs­per­spek­tiven. Eckhard Priller vom Wissen­schafts­zen­trum Berlin (WZB) brachte Diskus­si­ons­pa­piere zur Schär­fung der Defi­ni­tion von entwick­lungs­po­li­ti­schen bürger­schaft­li­chen Enga­ge­ment und zu den Perspek­tiven gemein­nüt­ziger Orga­ni­sa­tionen ein.

Beitrag ZiviZ: Surveys (PDF)
Beitrag WZB: Begriffs­schär­fung (PDF)
Beitrag WZB: Orga­ni­sa­tionen (PDF)

Formen und Möglichkeiten der Anerkennung

Anerkennung ist ein stetiges Geschehen, kein einmaliges Ereignis. Durch Anerkennung wird ein Gefühl vermittelt und ausgedrückt, dass jemand wertgeschätzt wird in dem, was er/sie ist und tut. Anerkennung ist nicht etwas, das sich 1 x im Jahr durch ein „Geschenk“ zeigt, sondern eine Haltung gegenüber freiwillig und ehrenamtlich aktiven Menschen. Und das immer wieder. Das Freiwilligen Zentrum Hamburg bietet dazu diese Broschüre an:
101 Möglichkeiten der Anerkennung (753.4 KiB | pdf)