BMZ fördert entwicklungspolitisches Engagement von Rückkehrenden

Die Förderprogramme im Geschäftsbereich des BMZ zur Unterstützung des entwicklungspolitischen Engagements von sog. „Rückkehrenden“ werden neu geordnet. Rückkehrende sind Personen, die über einen längeren Zeitraum ihren Arbeits- und/oder Lebensmittelpunkt in einem Partnerland des Globalen Südens hatten und sich, zurück in Deutschland und geprägt von ihren Erfahrungen, weiter für Themen der globalen Gerechtigkeit und der Entwicklungszusammenarbeit engagieren möchten.

Das BMZ fördert entwicklungspolitisches Engagement von Rückkehrenden nach Beendigung des Auslandsaufenthalts derzeit über Engagement Global im Rahmen mehrerer Programme mit jeweils unterschiedlichen Akzentuierungen und Fördervoraussetzungen. Diese uneinheitliche Förderlandschaft war Anlass, das bestehende System neu zu ordnen. Dies geschah nicht zuletzt auch auf Anregung zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich für eine einfachere Struktur der Förderprogramme ausgesprochen hatten. Darüber hinaus hat auch der Bundesrechnungshof eine Überprüfung und Vereinfachung des bestehenden Fördersystems angemahnt.

Vor diesem Hintergrund hat das BMZ beschlossen, seine Förderangebote für Rückkehrende – auch im Interesse der Rückkehrenden – zu reorganisieren. Ziel der nunmehr beschlossenen Restrukturierung ist, das bestehende Förderangebot zu vereinfachen, Förderansätze unter Nutzung von Synergiepotenzialen zusammenzuführen, gleichzeitig aber das Angebot zur Förderung des Engagements von Rückkehrenden grundsätzlich zu erhalten.

Kernmaßnahme der Neuordnung ist die Integration des weltwärts-Rückkehrfonds in das FEB. Projekte, die sich an die Zielgruppe Rückkehrende richten und einen Bezug zu Bildungsaufgaben haben, können somit künftig im Rahmen des FEB gefördert werden.

Die Änderungen treten ab 2018 in Kraft und sind im Rahmen des FEB für Ihre Projektanträge ab der nächsten FEB-Antragsfrist (31.10.2017) relevant.

Weitere Bestandteile der Neuordnung sind die Umgruppierungen des weltwärts Kleinstmaßnahmenfonds sowie des bisherigen Förderangebots „WinD – Rückkehrprogramm für internationale Freiwillige“, mit dem derzeit Rückkehrende bei der Durchführung kleinerer Aktionen und Veranstaltungen finanziell unterstützt werden. Beide Förderangebote werden künftig in das Aktionsgruppenprogramm (AGP) überführt, mit dem bereits jetzt vergleichbare Projekte zur entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit unterstützt werden. Anträge von Rückkehrenden sollen dabei im Rahmen des AGP mit einem erhöhten Fördersatz von bis zu 90% gefördert werden.

Nähere Informationen zu den Änderungen im AGP finden Sie in Kürze auf https://www.engagement-global.de/agp .

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt RückkehrerInnen durch seine zwei Programme REAG (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany) und GARP (Government Assisted Repatriation Programme). Im Juli 2003 wurde vom Bundesamt die “Zentralstelle für Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung” (ZIRF) errichtet, welche Daten und Informationen auswertet, die insbesondere durch den Informationsaustausch mit den auf dem Gebiet der Rückkehrförderung tätigen Institutionen gewonnen werden. Diese Informationen zu Rückkehrförderprogrammen, Fördermaßnahmen, Herkunftsländerinformationen, Ansprechpartnern und Beratungsstellen werden öffentlich zugänglich in der sog. ZIRF-Datenbank bereitgestellt.

Homepage der Rückkehrförderung des BAMF
Homepage ZIRF Individuelle Rückkehrberatung
ZIRF-Datenbank

Kontakt

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Gerlinde Wachter
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943-4127
Telefax: +49 911 943-4199
gerlinde.wachter @ bamf.bund.de