Rückständige Vereinsbeiträge aus 2011 verjähren zum 31.12.2014

Vorstände eines gemeinnützigen Vereins sind u.a. dafür verantwortlich, den Verein so zu organisieren, dass er alle ihm zustehenden Gelder erhält. Zu diesen Geldern gehören auch die satzungsgemäßen Mitgliedsbeiträge.

Die Gemeinnützigkeit ist in Gefahr, wenn der Vereinsbetrieb so organisiert ist, dass der Verein die ihm zustehenden Gelder nicht erhält. Denn schließlich soll der Verein mit seinen steuerbegünstigten Finanzen gemeinnützige Zwecke erfüllen und die ihm zustehenden Gelder für diese Zwecke einsetzen. Bei der Organisation des Vereins ist daher darauf zu achten, dass offene Beitragsforderungen möglichst nicht verjähren.

Vereinsbeiträge verjähren nach drei Jahren, wobei die Frist am Ende des Jahres zu laufen beginnt, in dem die Forderung entstanden ist. Mithin verjähren mit Ablauf des 31.12.2014 noch nicht bezahlte Mitgliedsbeiträge aus den Monaten Januar – Dezember des Jahres 2011.

Vorstände sollten prüfen, ob es entsprechende Außenstände gibt und ob diese mit Aussicht auf Erfolg weiterverfolgt werden können. Wenn diese Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, sind Maßnahmen zur Verhinderung der Verjährung erforderlich. Ein Mahnschreiben des Vereins reicht dazu nicht. Wenn das Mitglied nicht freiwillig und schriftlich erklärt, dass es auf die Erhebung der Einrede der Verjährung in Bezug auf die Beitragsforderungen aus dem Jahr 2011 verzichtet, ist die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides bis zum 31.12.2014 der sicherste Weg. Die damit verbundenen Kosten hat das Mitglied, das mit der Beitragszahlung aus 2011 in Verzug ist, zu tragen. Der Verein tritt insoweit allerdings in Vorkasse. Mehr Informationen zu dem Verfahren finden sich im Internet unter www.mahngerichte.de. Der Verein kann den Antrag auf einen gerichtlichen Mahnbescheid selbst stellen; ein Rechtsanwalt ist dazu nicht erforderlich.

RA Heiko Klages, www.2k-verbandsberatung.de

 

vitamin B – fit für den Verein

Die Schweizer Fachstelle vitamin B unterstützt ehrenamtliche Vereinsvorstände mit Information, Beratung und Weiterbildung und fördert ihre Vernetzung. Auf dem Internetportal stehen Fachartikel, Arbeitshilfen, Tipps aus der Praxis und ein Stichwortverzeichnis zur Vereinsarbeit zur Verfügung. Die Angebote von vitamin B wurden vom Migros-Kulturprozent entwickelt und durchgeführt. http://www.vitaminb.ch

EcoCrowd: Crowdfunding-Plattform für nachhaltige Projekte

Welches Potential würde entstehen, wenn man all die Menschen, die sich in Deutschland für eine nachhaltige Zukunft engagieren, an einem Ort zusammenbringt und ihre Ideen für jeden erlebbar und partizipationsfähig macht? Mit dieser Vision hat die Deutsche Umweltstiftung die Crowdfunding-Plattform »EcoCrowd« gestartet. Projekte, die auf EcoCrowd Finanzierung sammeln, werden von der Deutschen Umweltstiftung anhand eigens entwickelter Kriterien geprüft und persönlich beraten. Durch den Austausch mit der Crowd können die vorgestellten Projekte nicht nur finanziert, sondern auch weiterentwickelt werden. Jamila Mohme, Projektmanagerin bei der Deutschen Umwelthilfe, stellt in ihrem Gastbeitrag die Plattform vor und skizziert praxisnah, welche Faktoren Crowdfunding erfolgreich machen.

Initiativen zur Besetzung und Qualifizierung ehrenamtlicher Vereinsvorstände

Modellprojekt der Robert Bosch Stiftung

Vereine sind die wichtigste Organisationsform für ehrenamtliches Engagement. Nahezu jeder Zweite in Deutschland ist Mitglied in einem Verein. Die Zahl der Engagierten, die als Funktionsträger tätig sind, verringert sich jedoch stetig. Für viele Vereine ist es zunehmend eine Herausforderung, ehrenamtliche Vorstandsposten nachzubesetzen. Dies liegt oft an einem verstaubten Bild von Vorstandsarbeit, aber manchmal auch an fehlender Offenheit in Vereinen für frischen Wind von außen oder zeitgemäße Strukturen.

Um auf diese Herausforderung zu reagieren führt die Robert Bosch Stiftung seit 2011 in Kooperation mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE) das Programm „Engagement braucht Leadership“ durch. In einer ersten Modellphase von 2011 bis 2013 wurden dabei die Freiwilligenagenturen in Bremen, Halle/Saale und Mülheim an der Ruhr gefördert, um Maßnahmen zur Qualifizierung von ehrenamtlichen Vereinsvorständen sowie zur Vermittlung von neuen Vorstandsmitgliedern zu erarbeiten und umzusetzen. Informationen hierzu bietet die Publikation „Stärkung von Vereinen und ihren Vorständen als Zukunftsaufgabe“, die in der rechten Spalte zum Download bereitsteht.

Die Unterstützung von Personen in Vorstandsämtern sowie die Gewinnung, Qualifizierung und Nachbesetzung neuer Vorstände stehen auch in der zweiten Programmphase von „Engagement braucht Leadership“ von 2014 bis 2016 im Mittelpunkt. Um den Ansatz in die Breite zu tragen und noch stärker im politischen Handeln auf Landesebene zu verankern, arbeitet die Stiftung in den kommenden zwei Jahren in drei Bundesländern mit größtenteils zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, die sich für die Teilnahme am Programm in landesweiten Netzwerken organisiert haben.

In Baden-Württemberg sind dies unter der Federführung des Paritätischen Bildungswerkes, der Gemeindetag und das Gemeindenetzwerk, der Städtetag und das Städtenetzwerk, der Landesjugendring und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen.

In Hessen bearbeitet die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen das Thema in Kooperation mit der LandesEhrenamtsagentur Hessen.

In Nordrhein-Westfalen übernimmt die Paritätische Akademie die Federführung des Netzwerkes, an dem der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband NRW, die AIDS-Hilfe NRW, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros beteiligt sind.

Die Vorstandsthematik soll dauerhaft in das Aufgabenprofil der Netzwerke auf Landesebene aufgenommen und auch über die Stiftungsförderung hinaus fortgeführt werden. Mehr dazu: http://www.bosch-stiftung.de

Diversitätspolitik – Strategien für mehr kulturelle Vielfalt in politischen Mitgliederorganisationen

In dieser FES-Broschüre erfahren Sie, wie politische Mitgliederorganisationen sich erfolgreich und nachhaltig interkulturell öffnen können. Angeboten werden u.a. hilfreiche Strategien und Werkzeuge für die Veränderung von Organisationskultur, eine kulturell sensible Öffentlichkeitsarbeit, die Sensibilisierung von Beschäftigten und Engagierten durch interkulturelle Trainings oder das Aufbrechen von Machtstrukturen durch positive Maßnahmen. Dabei bedienen wir uns unterschiedlicher Konzepte wie interkulturelle Orientierung und Öffnung sowie des Diversity Managements.

1. Auflage, August 2012: http://www.fes-mup.de/files/mup/pdf/broschueren/brosch_diversitaetspolitk.pdf